FANDOM


Der damals bereits sehr bekannte Schauspieler Emil Jannings tritt 1929 in der männlichen Hauptrolle neben der noch releativ unbekannten Marlene Dietrich im Spielfilm "Der blaue Engel" auf.


Für weitere Informationen zu seiner Biografie siehe



Überschrift des 1. AbschnittesBearbeiten

Schreibe hier den ersten Abschnitt ……

Geboren am 23. Juli 1884 im schweizerischen Rorschach, vis a vis von Lindau i B, als Sohn eines Amerikaners und einer Deutschen. Nachdem er das Gymnasium ohne Abschluss verlassen und seine Mutter ihm verboten hatte Schauspieler zu werden, fuhr er als Schiffsjunge ein Jahr lang zur See. Nach seiner Rückkehr erlaubte sie ihm, ein Schauspielvolontariat am Theater in Görlitz zu beginnen. Dort wurde ihm nur das fehlende Talent bescheinigt.

Jannings ließ sich jedoch nicht entmutigen. Er schloss sich diversen Wanderbühnen an und reiste mit ihnen zwischen 1901 und 1908 quer durch den gesamten deutschen Sprachraum. 1915 gelangte er nach Berlin, wo er an fast allen Bühnen mit großem Erfolg spielte. Schließlich unterzeichnete er einen Vertrag mit dem Deutschen Theater und profilierte sich dort unter der Regie von Max Reinhardt als Charakterdarsteller.

Die Arbeit beim damaligen Stummfilm allerdings brachte ihm keine Erfüllung. Künstlerisch stellte es für ihn kein adäquates Medium für seine Schauspielerei dar, denn er konnte seine vielseitige Stimme nicht einsetzen. Gleichwohl spielte er Jahr für Jahr in zahlreichen Filmen der expandierenden UFA, was ihm eine willkommene Geldquelle erschloss. 

Am besten spielte er einen lange leidenden Mann, der vom Unglück verfolgt wird und am Ende tragisch stirbt: „Der letzte Mann“ und „Varieté“ verhalfen ihm zum Titel „Bester Schauspieler der Welt“ und zu einem lukrativen Vertrag mit Paramount.  

Wie schon in Deutschland wurde Jannings auch in Amerika meist als Mann gezeigt, der durch die Umstände und sündhafte Frauen ins Verderben gezogen wird. „Der Weg allen Fleisches“ ist sein erster Film in Amerika – und wird gleich zum Erfolg.  


Sein Tonfilm-Debüt hatte er schließlich in Josef von SternbergsDer blaue Engel“ – an der Seite von Marlene Dietrich. Auch hier "leidet" er lange. Schliesslich stirbt der ehemalige Gymnasialprofessor in seiner alten Schule, während er sich dort nachts krampfhaft am Pult festkrallt. Doch sonderlich glücklich wurde Jannings als Filmschauspieler in Amerika nicht. Zwar freundete er sich mit Greta Garbo an, aber er vermisste die Bühnenarbeit. 1929 kehrte er wieder nach Deutschland zurück. 


Nach 1933 wirkte der mittlerweile 49jährige Jannings im NS-Propagandafilm „Ohm Krüger“ mit; neben der Hauptrolle hatte er auch die künstlerische Leitung inne, was ihm nicht wenige Kritiker übel nahmen. Es gibt Fotos, die ihn zusammen mit Propagandaminister Joseph Goebbels zeigen. Bei Kriegsende soll er den Befreiern entgegengerufen haben: „Ich habe einen Oscar!“. Genützt hat ihm dieser Preis der Preise da jedoch nichts mehr – „der beste Schauspieler der Welt“ wurde nach dem Ende des Dritten Reichs mit einem lebenslangen Auftrittsverbot belegt. Begründung: Seine Nähe zu den NS-Machthabern.


Damit war seine große Zeit nur noch Erinnerung. Nicht einmal Bilder der Oscar-Verleihung an Jannings gibt es heute noch.

Sie fand im immer noch existierenden Hollywood-Roosevelt-Hotel statt – mit nur 275 Gästen an 16 Tischen. Immerhin war die Zeremonie öffentlich – ein Ticket kostete fünf Dollar –, allerdings eine reine Formalie, denn die Gewinner waren bereits seit Monaten bekannt. Und alle zwölf Preise wurden in nur 15 Minuten vergeben.

WeblinksBearbeiten

  • Schreibe