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Der Schriftsteller Heinrich Mann lebte vom 27. März 1871 (geboren in Lübeck) bis zum 12. März 1950 (gestorben in Santa Monica, Kalifornien).

Er gilt als der fortschrittlichere Bruder des nach ihm geborenen und ebenfalls schriftstellerisch tätigen Thomas Mann (Budenbrocks etc.). Er war das erste Kind von Thomas Johann Heinrich Mann und Julia da Silva-Bruhns. Es folgten die Geschwister Thomas, Julia, Carla sowie Victor. Er wuchs in der Hansestadt Lübeck auf, in der sein Vater Senator für Wirtschaft und Finanzen war, bis er 1892 starb.

Er schloss eine Ausbildung zum Buchhändler ab und arbeitete danach unter anderem 1890 — 1892 als Volontär beim S. Fischer Verlag in Berlin.

Während der ersten 30 Jahre des neuen Jahrhunderts schrieb er überwiegend politische und kulturkritische Texte. 1931 wurde Heinrich Mann Präsident der Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste. 1933, ein erstes Zeichen der politischen Verfolgung, wurde vom NS-Regime der Ausschluss von ihm (neben vielen anderen) aus der Akademie erzwungen.

Er floh 1933 bzw. reiste aus Deutschland noch vor dem Reichstagsbrand nach Frankreich (Paris, Nizza) aus und kehrte nicht zurück. Im August 1933 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Er wurde zum Teil enteignet. 1940 musste er weiter über Spanien und Portugal in die USA fliehen. Er starb noch vor der geplanten Rückkehr nach Deutschland (evtl. nach Ostberlin ?).

Sein vierter Roman "Professor Unrat" (1905) übt in für die damalige Zeit direkt ausgedrückter Form Kritik an den politischen Verhältnissen, am bestehenden kaisertreuen Untertanengeist des deutschen Bürgertums und an der sozialen Ungerechtigkeit der Gesellschaft.


Formen des Erinnerns
Heinrich-Mann-Schule, eine Integrierte Sekundarschule in Berlin-Neukölln 
* Heinrich Mann Forum, Lüneburg
* Nach ihm wurde u. a. der Heinrich-Mann-Preis benannt.


Weitere MedienBearbeiten

WerkeBearbeiten

  • In einer Familie, 1894
  • Im Schlaraffenland, 1900
  • Die Göttinnen oder die drei Romane der Herzogin von Assy (Trilogie), 1903
  • Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen, 1905
  • Zwischen den Rassen, 1907
  • Die kleine Stadt, 1909
  • Die Armen, 1917
  • Der Untertan, 1918; (Verfilmung 1951 von Wolfgang Staudte)
  • Die Jugend des Königs Henri Quatre, 1935
  • Die Vollendung des Königs Henri Quatre, 1938
  • Lidice, 1942
  • Essaysammlung: Geist und Tat, 1931


WeblinksBearbeiten